Spruch des Monats:

 

In allen Künsten malt der Künstler nur seine Seele.
Sein Werk, wie es auch aussehen mag, ist sein Zeitgenosse in seinem Geist.

(Anatole France, 1844-1924)

                                                                                                                  

 


 

Liebe Besucherin, lieber Besucher!

 

 

 Danke für dein Interesse an meiner Arbeit und dein Einlassen auf mein kreatives Schaffen. Auf meinen Seiten bekommst du einen kleinen Einblick auf die Motivation und die Inspirationen, die zu meinen Werken führen.


Ich versuche vergangene Situationen oder Erfahrungen mit Menschen  in eine Bildsprache zu übertragen, die meinem persönlichen Empfinden möglichst nahekommen. Dabei bekommt mein Interesse am Entstehen und Vergehen in der Natur einen starken Bezug. Das geht dann durchaus mal über die Begrenztheit unserer Erde hinaus ins Universelle.
Eine allfällige Symbolik tendiert in meinem Schaffen in der Regel über das Materielle hinaus, sind psychologische und geistige Prozesse um einiges komplexer und schwieriger festzuhalten. Diese Auseinandersetzungen dürfen dann durchaus an Ironie und Sarkasmus kratzen, was nicht zuletzt des Arbeitsprozesses im Bildtitel zum Ausdruck kommen kann.

 

In meinem natürlichen Drang nach Tiefe, der mich seit jeher treibt, arbeitet "es" in mir selber unter der Oberfläche permanent in der einen oder anderen Form - dann beispielsweise eben auch, wenn der Wasserspiegel schön ruhig daliegt. Regelmässig entziehe ich mich dem Alltagslärm rund um mich und suche die Ruhe für mich alleine in der Stille der einsamen Natur. So begegne ich meinen wichtigsten Motiven und Inspirationen, ohne gezielt danach zu suchen: Ich gehe also finden, nicht suchen!
Und obschon meine Arbeiten fast immer mit Menschen, mit menschlichen Verhaltensweisen zu tun haben, kommen der Homo sapiens als personifizierter Akteur kaum vor. Viel lieber lasse ich meine inneren Empfindungen als Metaphern aus der Natur für sich sprechen. In meiner starken theamatischen Fokussierung entsatanden in den letzten Jahren Werksreihen, die teilweise zu umfangreicheren Langzeitprojekten (Details unter "Meine Themen") herangewachsen sind.


In späteren Verarbeitungen "spiele" ich gerne mit unterschiedlichsten Materialien, mit all dem Zugefallenen, was das Leben um mich hergibt, auch ohne dass sich daraus am Ende etwas Schlaues ergeben muss. Allein der Erfahrungsprozess im Umgang mit abwechselnden Materialien und Themen bringt immer wieder Spannung hervor, erst recht in den reizvollen Verusuchen, die spezifischen Eigenheiten eines Werkstoffs nach Möglichkeit auszutricksen. Das sind die scheinbar "so sinnentleerten (?)" Stunden des Probens und Verwerfens immer wieder wert.


Pole Gillmann

 


Kreatives Schaffen

 

 ist für mich das Arbeiten

mit Stiften, Pinseln und blossen Fingern

mit Tusche, Kreide, manchmal Farben

oder andern zugefallenen Materialen

 

 

das Kreieren von Objekten

von Assemblagen, Collagen

oder das Betätigen mit
irgendwelchen gebändigten Werkstoffen

 

 

eine Kommunikationsform

in der ich versuchen,
über die persönlich empfundene Begrenztheit

der verbalen Sprache hinaus  zu kommen

 

 

  ist ein teifgründiger Resonanzboden

für meine Gefühlswelt

und meine grundlegenden Empfindungen

 

 

ist meine individuelle Art

um mich selber und andere

stets besser zu verstehen

 

 

ist Teil meines Weges,

auf der ach-schon-so-langen Suche nach dem

Wer-bin-ich -, Woher-komme-ich -, Wohin-gehe-ich

 

 

 ist Teil meines Weges

im tiefen Bedürfnis nach Ruhe und Stille

nach einer erträglichen Distanz

zum unerträglichen Lärm in dieser Welt