Spruch des Monats:
Malen ist nicht schwierig, solange man nichts davon versteht.
Wenn man diese Kunst begriffen hat, dann wird man gefordert.


                                                                Edgar Degas, 1834-1917                                                   

 


 

Liebe Besucherin, lieber Besucher!

 

 

 Danke für dein Interesse an meiner Arbeit und dein Einlassen auf mein kreatives Schaffen. Auf meinen Seiten bekommst du einen kleinen Einblick auf die Motivation und die Inspirationen, die zu meinen Werken führen.


Ich versuche Lebenserfahrungen in eine Bildsprache zu übertragen, die meinem persönlichen Empfinden möglichst nahekommen. Mein grosses Interesse am Entstehen und Vergehen in der Natur ist dabei ein wichtiges Augenmerk, auf das ich Wert lege. Da bleibe ich dann nicht immer in der erlernten Enge unseres Planeten und unserer (Wert-)Systeme stecken und gehe gedanklich darüber hinaus, auch ins Universelle.
Damit bewege ich mich in mein Schaffen in einem ständigen Spiel von Symbol und Analogie, von Sichtbarem und wenig Offensichtlichem. Die Motivation geht also über das Materielle hinaus, im ständigen Versuch, die psychologischen oder geistigen Prozesse und die erfassten Hintergründe in eine Bildform zu bringen.

In einem starken natürlichen Drang nach Tiefe, der mich in all meinem Tun und Wirken immer schon angetrieben hat, arbeitet "es" unter meiner Oberfläche permanent in der einen oder anderen Form, auf der Suche nach Warum und Wieso. Regelmässig und gerne entziehe ich mich dann auch dem (vielfach unerträglichen) Alltagslärm rund um mich und suche die Ruhe für mich alleine in der Stille der einsamen Natur. Da begegne ich meinen wichtigsten Motiven und Inspirationen, ohne gezielt danach zu suchen: Ich gehe dann eben schauen und finden, nicht suchen!
Obschon ich mich eigentlich immer mit Menschen und ihren unterschiedlichsten Verhaltensweisen befasse, kommen sie als personifizierte Akteure kaum im Bild vor. Ich ziehe es vor, mein Erleben und meine Empfindungen
als Metaphern von diesen natürlichen Abbildern und Prozessen aus der Natur für sich sprechen zu lassen. Meine thematische Fokussierung spiegelt diese Auseinandersetzungen in Werksreihen, die zu umfangreichen Langzeitprojekten (siehe "Meine Themen") herangewachsen sind. Im Ergebnis kratzten die Bildtitel dann öfters auch gewollt an Ironie und Sarkasmus.

In weiteren Arbeiten "spiele" ich gerne mit all dem Zugefallenen. Oder mit Materialien, die das Leben um mich herum hergibt oder liegen lässt, die mich in Blitz-Momenten zu etwas inspirieren, ohne dass sich daraus am Ende etwas Handfestes oder Schlaues ergeben muss. Allein der Erfahrungsprozess im Umgang mit solchen Werkstoffen (und Hintergrundthemen) bringt immer wieder eine neue Portion Spannung hervor, wenn dabei auch noch bekannte Eigenheiten des Materials überlistet werden können. Das sind mir die scheinbar so "sinnentleerten (?)" Stunden des Probens und Verwerfens immer wieder wert.


Pole Gillmann

 


Kreatives Schaffen

 

 ist für mich das Arbeiten

mit Stiften, Pinseln und blossen Fingern

mit Tusche, Kreide, manchmal Farben

oder andern zugefallenen Materialen

 

 

das Kreieren von Objekten

von Assemblagen, Collagen

oder das Betätigen mit
irgendwelchen gebändigten Werkstoffen

 

 

eine Kommunikationsform

in der ich versuchen,
über die persönlich empfundene Begrenztheit

der verbalen Sprache hinaus  zu kommen

 

 

  ist ein teifgründiger Resonanzboden

für meine Gefühlswelt

und meine grundlegenden Empfindungen

 

 

ist meine individuelle Art

um mich selber und andere

stets besser zu verstehen

 

 

ist Teil meines Weges,

auf der ach-schon-so-langen Suche nach dem

Wer-bin-ich -, Woher-komme-ich -, Wohin-gehe-ich

 

 

 ist Teil meines Weges

im tiefen Bedürfnis nach Ruhe und Stille

nach einer erträglichen Distanz

zum unerträglichen Lärm in dieser Welt